Geschichte

Geschichte

Die Herkunft des Namens ‘Flamborough’ ist bis heute ungeklärt. Eine der Theorien führt die Namensgebung auf eine isländische Sage zurück. Demnach ist der Name von Flayn oder Fleyn abgeleitet, dem Bruder des Gründers der Stadt Scarborough. Gestützt wird diese These dadurch, dass das Dörfchen im Mittelalter Fleyburg hieß. Eine andere Theorie geht davon aus, dass der Name vom skandinavischen Wort Flan herrührt. Flan bedeutet soviel wie Landspitze/ Landzunge und den Einfluss dänischer Seefahrer aus dem 9. Jahrhundert erkennt man heute noch in vielen Ortsnamen der Umgebung.

Flamborough ist unverkennbar ein altes Fischerdorf. Davon zeugen nicht nur die Häusernamen und traditionellen Yorkshire Fischerboote am North Landing beach, sondern insbesondere die ursprüngliche Positionierung des Örtchens – die Distanz vom Dorfzentrum zum North Landing beach ist exakt die gleiche wie zum South Landing beach. Egal aus welcher Richtung der Wind kam, konnten die Fischer damit entweder von Norden oder von Süden ablegen.

Auf den hohen Kreidefelsen von Flamborough Head stehen gleich zwei Leuchttürme. Der ältere der beiden wurde 1674 gebaut und ist wohl der älteste bekannte und noch existierende Leuchtturm im Vereingten Königreich. Die Historie dieses Leuchtturms ist umstritten, und auch, ob er jemals in Funktion genommen wurde. Manche gehen davon aus, dass König Charles II Sir John Clayton mit dem Bau des Leuchturms beauftragt hat. Clayton ging jedoch nach der Fertigstellung des Turms bankrott und der Leuchtturm wurde nie in Betrieb genommen. Der zweite Leuchtturm wurde 1806 von John Matson aus Bridlington gebaut. Er ist stolze 27 Meter hoch mit 119 Treppenstufen bis zum Laternenraum.

Der örtlichen Legende zufolge spukt in Flamborough die Seele einer Selbstmörderin umher. Das junge Mädchen Jenny Gallows nahm sich das Leben indem sie sich in den Dorfbrunnen warf. Es wird berichtet, wann immer jemand um den Brunnen läuft, kommt ihr Geist zum Vorschein.

Flamborough ist heute ein friedliches und ruhiges Fischerdorf, dessen Besuch für jeden etwas zu bieten hat. Wanderer, Vogelkundler und Naturliebhaber fühlen sich hier genauso wohl wie Geschichtsfreunde oder die, die einfach mal ein paar Tage die Seele baumeln und sich dabei die Meeresbrise um die Nase wehen lassen möchten.